Führungsstile

Der Führungsstil bezeichnet ein typisches Verhaltensmuster des Führers.

Ein Führungsstilmodell beschreibt Empfehlungen für Vorgesetzte mit Personalverantwortug. Führungsstilmodelle lassen sich gliedern anhand folgender drei Einflussgrößen:

  • die Entscheidungspartizipation: Maß für die Beteiligung der Geführten an Entscheidungen
  • die Beziehungsorientierung: Maß für Berücksichtigung auf emotionaler Basis
  • die Aufgabenorientierung: Maß für Umfang der Aufgaben

Grundsätzlich klassifiziert man zwei Hauptgruppen von Führungsstilmodellen.

Die Einflussgröße Entscheidungspartizipation steht bei der ersten Hauptgruppe im Vordergrund. Diese basieren auf den Ergebnissesn der sog. Iowa-Studie. Dabei sollten Schülergruppen mit demokratisch oder autokratischen Führern Bastelarbeiten verrichten. Das Ergebnis beider Gruppen unterschied zwar kaum, jedoch war die Zufriedenheit der Gruppen mit demokratischen Führern erheblich höher. Die Leistung der Gruppe mit autokratischen Führern war während der Anwesendheit seines Führers zwar leistungsstärker, jedoch sank diese Leistung bei Abwesendheit des Führers.

Quelle: http://classic.unister.de/Unister/wissen/sf_lexikon/ausgabe_stichwort4404_106.html

Das Modell von „TANNENBAUM/SCHMIDT“ baut auf den Erkenntnisse von Iowa auf.

Das Modell unterscheidet sieben Arten von Führungskräften und misst daran die Verschiebung der Entscheidungsspielräume von Führungskraft (autoritär) und Gruppe (delegativ).

Der Führer entscheidet sich selber für seinen Führungsstil in Abhängigkeit zur Fähigkeit und zum Vertrauen gegenüber der Gruppe. Sind die Geführten vertrauensvoll und motiviert, würde ein kooperativer Führungsstil sinnvoll sein. Wenn der Führer seinen Geführten nicht vertraut, diese unfähig und unmotiviert sind Leistung zu erbringen, sollte der Führer einen autoritären Führungsstil bevorzugen. Der Nachteil dieses Führungsstiles ist die Verschlechterung der Leistung der Geführten in Abwesendheit des Führers, z.B. durch seinen Urlaub. Es empfiehlt sich für seine Abwesendheit ein vertretender Führer mit dem gleichem Führungsstil. Alternativ wäre die Abwesendheit des Führers mit einem kooperativen Führungsstil zu überbrücken. Das erfordert allerdings motivierte und fähige Mitarbeiter.

Ein anderes Führungsstilmodell folgert sich aus den Ohio-State-Studien. Das Reifegrad-Modell von Hersey/Blanchard stellt dar, dass jeder Mitarbeiter individuell nach seinem Reifegrad geführt werden muss. Der Führungsstil des Führers passt sich also an.

Der Reifegrad des Mitarbeiters wird durch die Faktoren „Fähigkeit“ und „Bereitschaft“ bestimmt.

Ein niedriger Reifegrad (1) bedeutet, dass der Mitarbeiter sowohl unfähig als auch unwillig ist. Der Führer sollte keine Rücksicht auf den Mitarbeiter nehmen und die zu erledigen Aufgaben smit genauen Vorgaben unterweisen. Die Aufgaben sollten aufgrund der Unsicherheit des Mitarbeiters kontrolliert werden.

Motivierte oder vertrauensvolle Mitarbeiter mit mangelnden Fähigkeiten sind dem Reifegrad 2 zuzuordnen. Sie benötigen viel Zuwendung und benötigen etwas weniger Vorgaben bei der Aufgabenstellung. Der Führer sollte Entscheidungen erklären.

Der Reifegrad 3 beschreibt fähige Mitarbeiter ohne Bereitschaft und fähige Mitarbeiter, die sich unsicher in der Bearbeitung von Aufgaben sind. Der Führer sollte mit dem Geführten zusammen Probleme bewältigen und zu Entscheidungen ermutigen, so dass dieser sicherer im Umgang mit Aufgaben wird.

Fähige und willige Mitarbeiter haben einen hohen Reifegrad (4). Der Führer kann die Aufgaben an den Mitarbeiter delegieren und sich dabei auf wenig Vorgaben beschränken.

Quelle: Einführung in die Betriebswirtschaftslehre, Univ.-Prof. Dr. habil. Thomas Hering unter Mitarbeit von Dipl.-Kfm. Christian Toll

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