Verräumen von Ware

Durch eine Suchmaschinensuche zu „5 Regeln für das Verräumen von Ware“ oder „Richtig Ware einräumen“ gelangen viele Benutzer zu meinem Blog. Deshalb möchte ich mich gerne den Interessierten widmen.

„Ware verräumen, das kann doch jeder!“ Sicherlich, aber die Frage ist wie die Ware eingeräumt wurde. Fehlende Schulung der Mitarbeiter aus zeitlichen Gründen oder weil das Thema „Ware richtig einräumen“ als selbstverständlich angesehen wird, ist mit Ärger, Stress, Kosten und zusätzlichem Zeitaufwand verbunden. Das zeigt sich besonders schnell im Frischebereich (Gekühlte Produkte oder noch schneller beim Obst und Gemüse).

Ganz konkrete Folgen von unterlassenen Schulungen sind:

  • Waren werden an falscher Stelle verräumt
  • neue Ware wird vor alter Ware verräumt
  • Mhd-Ware bleibt in den Regalen -> Kosten für Verderb und vor allem Imageschaden und Kundenverlust
  • Neulistungen gehen im Lager unter
  • Bruchwaren werden entsorgt statt reklamiert
  • Lieferscheine werden nicht korrekt bearbeitet -> Verlust durch Fehlartikel, die nicht reklamiert werden
  • Waren werden unangemessen präsentiert
  • Unsicherheit von Mitarbeitern, Unkenntnisse über System und Priorität -> erhöhter Zeitaufwand

Im Durchschnitt räumt ein Mitarbeiter eine Verkaufseinheit pro Minute ein. Bei einer 12stündigen Wochenarbeitszeit räumt der Mitarbeiter Waren im Wert von etwa 300.000€ im Jahr ein. Das sollte es doch wohl wert sein den Mitarbeiter angemessen einzuweisen und zu schulen. Sie geben damit dem Mitarbeiter Handlungs- und Verhaltenssicherheit und vermeiden zugleich Folge von erheblichen finanziellen Verlusten. Zudem steigern Sie auch noch die Kundenzufriedenheit, weil die richtige Ware am richtigen Platz ist.

Regeln für das Verräumen von Ware

  • Überblick im Markt verschaffen: Warengruppen, Zweitplatzierungen (Go
  • Waren erkennen: Wer Käse bei Wurst sucht, macht etwas falsch (Extrembeispiel)
  • Mindesthaltbarkeitsdatum beachten -> Neuware nach hinten, alte Ware davor (First-in-First-out)
  • Den Wareneingang unmittelbar beim oder nach dem Einräumen der Ware prüfen. Sind alle Artikel da, die da sein sollten?
  • Absprache zum Vorgesetzten bzgl. Bruchwaren, Vertauscher, Fehlartikel, Warenpräsentation, Prioritäten, Neulistungen und Lieferscheine
  • Verantwortlichkeit schaffen: Es sollte für die Hauptabteilungen (Obst und Gemüse, Gekühlte Frische, Tiefkühlware, Trockensortiment) ein Mitarbeiter fest verantwortlich sein.

Das spart Zeit, Nerven und Kosten für den Mitarbeiter und das Unternehmen, eine ideale win-win-Situation.

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3 Kommentare Gib deinen ab

  1. hannahmie sagt:

    tolle Ideen!nur blöd,dass es das Wort“verräumen“im Deutschen nicht existiert,nicht in dieser Bedeutung.
    (wenn,dann nur sexuell)
    diese ausgedachten Wörter werden unmotiviert(dialektmäßig)benutzt,tut richtig weh..

    1. Lebensmitteleinzelhandel.com sagt:

      Das stimmt. Ich kann das Wort tatsächlich im Duden nicht vorfinden. Wird aber sehr gerne missbraucht… also das Wort!

  2. hannahmie sagt:

    korr…natürlich =..nicht gibt..o.ohne „es“

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