Antworten auf Suchbegriffe

Durch folgende Suchbegriffe sind Besucher zu meinem Blog gelangt. Allerdings blieb bis dato die Frage des Besuchers unbeantwortet.

„Wie verräumt man Ware im Supermarkt richtig?“

Grundsätzlich gilt das Prinzip „first-in-first-out“ bei Lebensmitteln. Das bedeutet, dass neue Ware hinter der alten Ware verräumt wird. Das ist vor allem bei frischen Lebensmitteln (Fleisch, Gekühlte Produkte, Obst und Gemüse) zu beachten!

Allerdings ist das Mindesthaltbarkeitsdatum bei der neuen Ware zu überprüfen. Es kommt ab und zu vor vor, dass neu angelieferte Ware ein zu kurzes Mindesthaltbarkeitsdatum aufweist oder dieses sogar abgelaufen ist. Das hätte zur Folge, dass man bei der Kontrolle des Mindesthaltbarkeitsdatums die abgelaufene Ware gar nicht entdecken würde.

Bei einigen Artikeln spielt aber „first-in-first-out“ eher eine untergeordnete Rolle. Beispielsweise ist es nicht wirtschaftlich, wenn das „Einstiegswasser“ (auf Palette) gewälzt wird oder H-Milch. Da wäre mit dem Wälzen mehr Aufwand verbunden, aber dem würde kein wirklicher Nutzen gegenüberstehen.

„Trickbetrug Einzelhandel“

Trickbetrüger versuchen die Kassenkraft zu verwirren, so dass diese nicht mehr nachvollziehen kann, wieviel Geld Sie vom Kassierer erhalten hat. Möglich sind folgende Tricks:

  • Der Trickbetrüger zahlt mit 50 € einen geringpreisigen Artikel. Nachdem Sie das Wechselgeld zurückgeben möchten, fällt dem Trickbetrüger ein, dass er das Geld doch passend hat. Er möchte seine 50 €  wieder. Wenn Sie das Wechselgeld nun nicht geschützt in der Kassenlade liegen hatten, hat der Trickbetrüger es schon eingesteckt.
  • Der Kunde hat einen großen Schein und möchte diesen Schein in kleinere Scheine gewechselt haben. Der Kunde behält den Schein oder steckt diesen wieder ein. Sie zählen ihm die kleinen Scheine vor, er nimmt diese entgegen. Entweder verschwindet der Trickbetrüger oder hat Ihnen die Scheine „angeblich“ schon gegeben.
  • Der Trickbetrüger fragt, ob Sie kleine Scheine (20 x 10 €)  in größere Scheine (4 x 50 €) wechseln können. Er zählt diese vor und steckt Scheine ein. Wenn Sie nun nachzählen, fehlen Scheine. Sie zählen die Scheine dem Trickbetrüger vor und stellen mit ihm fest, dass Scheine fehlen. Er gibt ihm die Scheine und steckt dabei wieder welche ein. Wenn Sie jetzt nun nicht erneut nachzählen, sind wieder einige 10 € Scheine verschwunden.

In der Regel kommen Trickbetrüger, wenn es „ruhiger“ ist und nicht so eine große Kundenansammlung ist. Kundenwarteschlagen sind für den Trickbetrüger meistens nicht förderlich, weil diese den Sachverhalt sehen und ggf. erkennen. Deshalb lassen Trickbetrüger auch Kunden schon mal „vor“, damit Sie den Kassierer in aller Ruhe ohne Zeugen verwirren können.

Was hilft?

  • Bleiben Sie ruhig.
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Wechseln sie kein Geld an der Kasse.
  • Zählen Sie das Geld genau nach.
  • Behalten Sie zum Schutz das Geld in der Kassenschublade.
  • Holen Sie sich, wenn Sie sich unsicher sind, einen Kollegen dazu.
  • Lassen Sie ggf. einen Kassensturz durchführen.

„Darf ein Getränkehändler die Leergutrücknahme einschränken?“

Ja, das darf er. Geschäfte mit einer Verkaufsfläche unter 200m² dürfen die Rücknahme auf die im Verkauf angebotenen Marken beschränken. Läden über 200 m² müssen im Einwegbereich das Leergut markenunabhängig zurücknehmen. Wichtig ist nur, dass die entsprechende Materialart (PET, Glas, Dosen) verkauft wird. Im Mehrwegbereich müssen an Leergut nur die Marken zurückgenommen werden, die auch im Verkauf geführt wird. Das liegt daran, dass der Einzelhändler das Leergut unter Umständen dann nicht an seinen Lieferant weitergeben kann. Der kann logischerweise das Leergut nicht gebrauchen, weil er keinen Vertrag mit dem Hersteller hat.
„Bierflaschen mit 25 cent“

Es gibt auch Bierflaschen mit 25 Cent Pfand. Es handelt sich dabei aber nicht um Mehrwegflaschen, sondern Einweg-Glaspfand. Einwegpfand hat stets 25 Cent Pfand.
„Scan rate“

Es gibt Scan-Raten, womit die Kassiergeschwindigkeit gemessen werden kann. Üblich sind 30 – 40 Artikel pro Minute im LEH. Unter 30 Artikel/Minute ist der Kassierer etwas zu langsam, über 40 Artikel/Minute ist nicht besonders kundenfreundlich. Der Kunde muss die Ware noch in seinen Einkaufswaagen bekommen.

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