Entwicklung Discounter 

Die Überlegungen zu Discountern in Deutschland entstanden in Vorbereitung zu einem Vorstellungsgespräch vergangenem Sommer für einen international tätigen deutschen Lebensmittel-Discounter.

Wie haben sich die Discounter in den vergangenen Jahren in Deutschland entwickelt? Sie haben Gas gegeben! Seit einigen Jahren ist eine Entwicklung hin zu immer mehr „klassischem Supermarkt“ zu beobachten.

Statt wie bisher nur Vorreiter in der Kostenführerschaft zu sein, findet zunehmend auch eine Differenzierung der Sortimente statt. Weiterentwicklung und Anpassungen im Bereich Service, etwa in Form einer Frische-Theke sind nicht feststellbar. Die Discounter versuchen sich eher durch eine große Bake-off Auswahl zu differenzieren und abzuheben. (Aldi und Lidl)

In ihrer modernen und wertigen Architektur sowie in baulichen Elementen wirken viele Discounter wie aufgewertet. Zwar fahren die Discounter noch immer das Filial-Konzept (Kosten durch gleiche Bauteile möglichst gering halten) aber die Differenzierung der Sortimente durch Marken, to-go Produkte und Convenience-Produkte beeinflussen auch den Aufbau der Läden. Die Platzierung geht weg von klassischem Paletten hin zu Regalelementen und losen Artikeln. Das unterstreicht den wertigen Charakter, den die Discounter vermitteln wollen, welches auch durch das Präsentieren von loser Ware (bspw. Wein oder im Obst und Gemüse Bereich) unterzeichnet wird.

Hinter diesen Entwicklungen stehen vor allem veränderte Ansprüche der Verbraucher, die zur Stagnation des Erfolges der Discounter führten. Der Verbraucher von heute, auch über die Großstadtgrenzen hinaus, möchte neben Markenartikeln auch Bio- oder vegane Produkte in den Regalen finden.

Neben der Optik wird auch mit weiteren Service-Leistungen um die Gunst der Kunden gebuhlt. Kundentoiletten und Kaffeemaschinen stehen nun in allen neuen Aldi-Filialen für Kunden bereit.

Markenartikel

Einzug gehalten haben Markenartikel nun auch in alle Aldi Märkte und man kann sagen, dass es nun keinen Lebensmitteldiscounter mehr gibt, der keine Markenartikel führt.

Zum Vorteil der Kunden haben sich auch die Preise angepasst. Für die Händler war dies eine schwierige Zeit, denn sie haben deutlich an Spanne verloren. In den Supermärkten haben sich die Preise für Markenartikel, die nun auch in den Discounter zu finden reduziert und auf ein einheitlich Niveau angepasst.

Was ist die Konsequenz der Supermärkte? Sie gehen den entgegengesetzter Schritt, weil sie die Sortimente durch Investitionen in Eigenmarken differenzieren  und stärken – auch um sich unabhängiger von der Industrie zu machen. (Siehe dazu auch: Eigenmarken sind ein Grund für Kunden, ein Geschäft einem anderem vorzuziehen)

Auf den Zug der Freitag-Samstag-Angebote sind mittlerweile so gut wie alle Supermärkte und Discounter aufgesprungen. Kunden kaufen erfahrungsgemäß während diesen beiden Tagen am meisten ein und so werden diese speziellen Angebote sehr aggressiv und lautstark beworben.

Wird es auch in Zukunft noch komplementär sein, wenn in Gewerbegebieten Supermarkt und Discounter nebeneinander platziert sind? Findet künftig statt einer Ergänzung ein sich bekämpfen statt? Wie sich Supermärkte durch die gut aufgestellten Discounter weiterentwickeln bleibt also spannend!

 

Kommende Artikel beschäftigen sich mit folgenden Themen:

Wo steht der Discount und was könnte noch kommen?

Neue Konzepte für den Supermarkt?

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