Posts tagged ‘Kasse’

Oktober 20, 2011

Zeitmanagement im Supermarkt

14:30, offiziell Feierabend. Doch müssen Sie noch so viele Aufgaben auf der Arbeit zu erledigen, die Sie unbedingt machen müssen. Irgendwann gegen 15:30 lässt die Motivation nach. 16:00 machen Sie dann Feierabend. Das ist weder für das Unternehmen, noch für Sie auf Dauer gut.

Vor einem Jahr sah die Situation tatsächlich noch so aus, dass ich mit der zur Verfügung stehenden Zeit nicht zurecht kam. Das lag aber einzig und allein an mir. Im Einzelhandel muss alles immer „schnell, schnell“ gehen, da stürzt man sich an die Arbeit. Ist manchmal auch nicht verkehrt, aber auf Dauer ist das Resultat oben zu lesen. Ich habe unwichtige und nicht dringliche Aufgaben mit hoher Genauigkeit gemacht und hatte dann zu wenig Zeit für die wichtigen dringlichen Aufgaben.

Wenn man nicht gerade als Marktleiter angestellt ist oder diesen stell vertritt, muss man sich zwangsläufig sein eigenes Zeitmanagement dem seines Vorgesetzten anpassen. Ich gehe vereinfacht davon aus, dass der Marktleiter fähig ist sich seine eigene Zeit und die Zeit seiner Mitarbeiter einzuteilen. Ihr Vorgesetzter wird Aufgaben an Sie delegieren. Sie werden selber auch wissen, was zu tun ist und eigene Aufgaben für sich haben. Sie dürfen aber auf keinen Fall die Aufgaben ihres Vorgesetzten mit 100% Wichtigkeit und 100% Dringlichkeit einstufen. Im Idealfall teilt ihr Vorgesetzter den entsprechenden Arbeitsumfang und -frist mit, was im LEH selten der Fall ist. Deshalb fragen Sie nach, um ein Gefühl dafür langfristig zu bekommen. Kommunikation und Rückfragen verhindern, dass die Soll-Ist-Abweichung der Aufgabe zu groß ist.

Was sollten Sie nun wann machen?

Das hängt entscheidend von ihrer Position ab.

Haben Sie im Markt die Führungsverantwortung, ist das Eisenhower-Prinzip geeignet. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: http://cobetras.info/eisenhower-prinzip/

Wenn Sie allerdings eingeschränkt führen können und von anderen Faktoren (Marktleiter) gelenkt werden, eignet sich das Eisenhower-Prinzip nicht. Die C-Aufgaben sind i.d.R. weiterzudelegieren, das können Sie ohne die Führungsverantwortung bzw. -befugnis nicht. Weiterhin sind D-Aufgaben nach EISENHOWER weder wichtig, noch dringlich und sollten „aufgelöst“ werden, d.h. gar nicht gemacht werden. Deshalb habe ich eine Alternative erarbeitet mit Beispiel.

Alle Aufgaben, trage ich in die erste Spalte ein. Alle Aufgaben, die durch Vorgesetzte erteilt wurden, trage ich in die zweite Spalte ein.

Wenn die Aufgabe absolute Dringlichkeit hat und heute noch erledigt werden muss (z.B. durch Fristen bei Bestellungen), trage ich die Aufgabe in die erste Zeile ein. Ist die Aufgabe nicht so dringlich, wird die Aufgabe in die zweite Zeile eingetragen. Routine und planmäßige Tätigkeiten trage ich nicht mehr ein, sondern delegiere diese ab, um mich auf das Wesentliche konzentrieren zu können.

Dieser Vordruck ist nur ein Beispiel, wie Sie Ihre Zeit einteilen können. Ich arbeite täglich damit. Vor der Arbeit druck ich mir meinen Aufgabenzettel aus. Bei Arbeitseintritt füge ich Aufgaben entsprechend hinzu. Aufgaben, die keine unmittelbare Frist haben, mache ich vor allem, wenn Leerlauf herrscht… es ist gar nicht so einfach Hauptkassierer eine Stunde von der Kasse zu nehmen und mit diesen einen Schulung durchzuführen. Lässt die Warenlieferung aber auf sich warten, kann ich jemand anderen an der Kasse einsetzen und die Zeit sinnvoll nutzen.

Fazit: Planen Sie die Ihre zur Verfügung stehende Zeit und konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche. Wesentlich ist das, was unmittelbare Konsequenzen mit sich führt – negative und positive!

Advertisements